Waldorf-Kiga Elfenreigen
 

Pädagogik

Leitbild Elfenreigen als PDF

Unser "Elfenreigen" beherbergt insgesamt 32 Kinder in zwei Gruppen, der größeren Elfen- und der kleinen Zwergengruppe. Sie beleben die großzügigen, freundlich gestalteten Räume, die sich über eine komplette Wohnetage im Erdgeschoss sowie über ein Souterrain eines modernen Hauses in der Lauterstraße erstrecken. Nach anthroposophischen Gesichtspunkten gestaltet, bieten die Räume ausreichend Möglichkeiten sowohl für die Entfaltung der Sinne und der Motorik als auch für das gemeinsame kreative Spiel der Kinder.

Kinder beim Freispiel

In dem zum Haus gehörenden Garten können die Kinder täglich im Sandkasten bauen und buddeln, sie können schaukeln, zwischen den Büschen spielen oder einfach nur Steinchen sortieren. Wir pflanzen, jäten und gießen unsere Beete und finden im Sommer auf der angrenzenden kleinen Wiese Platz für Wasserspiele und Planschen.
Mit den Kindern der größeren Gruppe unternehmen wir zudem regelmäßig Ausflüge in die angrenzenden Parks und zu den Spielplätzen. Wir besuchen die Ziegen, Hühner und Hasen im nahe gelegenen Streichelgehege oder erforschen einfach nur unsere Umgebung. Einmal im Jahr besuchen wir jedes Kind der Elfengruppe in seinem Kinderzimmer, wenn es das möchte.

Die erste tiefgreifendere Trennung der Kinder von den Eltern vollzieht sich in unserer Kleinkindgruppe. Sehr behutsam stellen sich die Kindergärtnerin bzw. der Kindergärtner während der Eingewöhnungszeit auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder und ihrer Familien ein. Ein sich rhythmisch wiederholender Tagesablauf vermittelt den Kindern dabei Sicherheit und ist geprägt von der liebevollen, vorbildgebenden Tätigkeit der Erwachsenen. Die im Ablauf integrierte musikalische Erziehung, gestaltet sich altersentsprechend mit Liedern, Spielen, Reimen und Musikinstrumenten. Reigen, Spiele im Garten sowie unsere bewusst gestaltete Bewegungsecke im Raum, dienen der Bewegungsschulung. Die Sprachentwicklung wird getragen von sich wiederholenden Reimen und Liedern, die den Tagesablauf stets begleiten. Durch die pädagogische Unterstützung bei der Konfliktbewältigung beginnen die Kinder zu lernen, selbständig zu agieren, ihre Bedürfnisse verbal auszudrücken und sowohl das eigene, als auch das Verhalten der anderen Kinder wahrzunehmen.

Erreichen unsere Zwerge das dritte Lebensjahr finden sie mit unserer Unterstützung den Weg in die Elfengruppe, wo sich ihre Förderung fortsetzt. Phantasiekräfte entfalten die Vorstellungskraft bis hin zum logischen Denken durch das Erzählen von Märchen, durch Finger-, Reigen- und Rollenspiele, Tischpuppentheater und Malen, durch Backen, Basteln, Weben, Werkeln und in der Musik, vor allem aber im schöpferischen, freien Spiel in der Gruppe. Die Vorschularbeit nimmt hierbei einen besonderen Teil der pädagogischen Arbeit ein und entwickelt sich an dem individuellen Entwicklungstand des einzelnen Kindes und den Aufgaben, die sich daraus ergeben.

In beiden Gruppen beruht unser waldorfpädagogisches Prinzip auf dem nachahmenden Lernen. Unser Alltag ist deshalb geprägt von einer liebevollen, toleranten Grundstimmung und einer auf das Individuelle der einzelnen Kinder gerichteten Betreuung. Wir helfen den Kindern, die im Kindergarten stattfindenden inneren und äußeren Konflikte zu bewältigen und bleiben dabei wachsam für ihre eigene Wesenheit, ohne sie in ein vorgefertigtes Denkmuster zu binden.

Die rhythmische Gestaltung des Tages-, Wochen- und Jahresgeschehens fördert ein gesundes Vertrauen der Kinder in sich selbst und ihre Umgebung, vermittelt ihnen Halt und Sicherheit. So ist der Kindergartenalltag in immer wiederkehrende Abläufe gegliedert, wie das freie Spiel, die Aufräumzeit, den Reigen, das Frühstück, die tägliche Spielzeit im Freien bei jedem Wetter, das Mittagessen, die Schlafens- bzw. Ausruhzeit und das pädagogisch bewusst gestaltete Nachmittagsangebot.

Bei den gemeinsam organisierten Jahresfesten vertiefen wir die Beziehung zur Elternschaft unseres Kindergartens. Den Austausch mit ihnen pflegen wir in Elterngesprächen und Hausbesuchen, denn er stellt eine der wichtigsten Grundlagen unserer Arbeit dar. Wir begreifen uns gemeinsam mit den Eltern als eine das Kind umhüllende Einheit, in der wir uns gegenseitig in freilassender, respektvoller Weise unterstützen und ergänzen.

Nach der Kindergartenzeit, wenn Ruhe in die Räume eingekehrt ist, finden wir uns mit Interessierten zu pädagogischen Lese- und Arbeitskreisen zusammen, werden kreativ im handwerklichen Tun, beim Musizieren oder kreativem Schreiben. Wir empfinden uns in dieser Begegnung als offen und neugierig, fühlen uns verbunden mit den uns umgebenden Menschen in unserem Lebensraum.

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